Seit Anfang dieses Jahres haben die Beraterinnen des Projekts FAbA Plus II eine Reihe von Veranstaltungen in einer neuen Kooperation durchgeführt. Der Partner ist das Projekt „Zukunft ermöglichen durch bildungsadäquate Beschäftigung und Anerkennung – gestaltet von migrantischen Selbstorganisationen (MSO)“ oder kurz – ZEBRA. Das Projekt ist Teil eines neuen Schwerpunkts im Förderprogramm IQ — Integration durch Qualifizierung. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit Migrationsgeschichte über das Programm IQ zu informieren und sie dabei zu unterstützen, die Angebote des Programms stärker für sich zu nutzen.
Die Zusammenarbeit hat ihr Anfang bei einem Treffen mit Aktivator*innen — Vertreter*innen von Migrant*innenorganisationen – genommen. Die Projektberaterin Olha Pantofelman erklärte auf Ukrainisch, wie der Schwerpunkt AQB – Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für die Inhaber*innen ausländischer Bildungsabschlüsse im Programm IQ funktioniert. Diese Kenntnis hilft den Vertreter*innen von Migrant*innenorganisationen weiter, sich besser in den Angeboten des Programms IQ zu orientieren und anschließend die Interessenten*innen in ihren Communities auf Informationsveranstaltungen der Projekte FAbA+ II und ZEBRA aufmerksam zu machen.
So kamen zum Stande zwei Präsenzveranstaltungen in Berlin, wo zwei Migrant*innen-Vereinigungen organisatorisch tatkräftig mitgewirkt hatten. Eine Informationsveranstaltung auf Russisch wurde in den Räumen von Reforum Space Berlin mit der Unterstützung von Solidarus durchgeführt. Dort kamen rund um 30 Personen mit ausländischen Hochschulabschlüssen und beruflichen Abschlüssen zusammen. Das Interesse am Thema war groß: Muss man eine Qualifikation in Deutschland anerkennen lassen? Welche Schritte sind dann notwendig? Und wo bekommt man Unterstützung? Das ganze Team der Beraterinnen des Projektes FAbA+ II arbeitete mit den Teilnehmenden und konnte alle Fragen vor Ort klären.

Die Veranstaltung auf Ukrainisch fand in den Räumen der gemeinnützigen Organisation Gute Mission statt. Dort wurden zuerst die FAQ der Anerkennung vorgestellt, die Vorstellung hat die angehende Beraterin Yulianna Shcherbaniuk gemeistert. Anschließend wurden auch einigen einzelnen Aspekte besprochen, die für verschiedene Berufe wichtig sind — zum Beispiel für Ingenieur*innen oder Pflegefachkräfte.
Für die online-Informationsveranstaltungen entwickelten die Projekten-Teams zwei neue Formate. Auf Russisch räumte die Projektleiterin Irina Nowodworskaja mit „13 verbreiteten Mythen über die Anerkennung“ von ausländischen Abschlüssen in Deutschland auf. Auf Ukrainisch beantwortete Olha Pantofelman die „Zehn häufigsten Fragen“ zu diesem Thema.
Die Veranstaltungen wurden gemeinsam mit dem Bundesverband russischsprachiger Eltern e.V. und vom Bundesverband ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen e.V. umgesetzt. Beide Organisationen arbeiten seit Langem partnerschaftlich mit Club Dialog e.V. zusammen. Solche Kooperationen tragen dazu bei, Informationen über die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse in Deutschland für Menschen mit Migrationsgeschichte zugänglicher zu machen — insbesondere für diejenigen, für die verständliche Erklärungen auf Russisch oder Ukrainisch wichtig sind.
