Als Dawod Khaleel 2016 aus dem Irak nach Berlin kam, verfügte er über eine Ausbildung und Berufserfahrung im pharmazeutischen Bereich. Im Irak hatte er eine zweieinhalbjährige Ausbildung zum pharmazeutischen Assistenten absolviert und anschließend in seinem Beruf gearbeitet – in einer Krankenhausapotheke, einer öffentlichen Apotheke und einer Notfallapotheke.

In einem neuen Land musste er praktisch bei Null anfangen. Zunächst begann für ihn eine langwierige Phase des Spracherwerbs und er erklomm Niveau um Niveau. Doch für Dawod war es wichtig, nicht einfach irgendeine Arbeit anzunehmen. Sein Ziel war es, wieder in seinen erlernten Beruf zurückzukehren und beruflich dort anzuknüpfen, wo er vor seiner Ankunft aufgehört hatte.

„Ich habe diesen Beruf in meinem Heimatland gelernt und wollte wieder in einer Apotheke arbeiten. Mir gefällt diese Arbeit – der Kontakt mit Menschen und mit Kundinnen und Kunden“, erzählt er.

Der Beruf des pharmazeutisch-technischen Assistenten gehört in Deutschland zu den reglementierten Berufen. Wer in diesem Beruf arbeiten möchte und seine Qualifikation im Ausland erworben hat, muss diese daher zunächst offiziell anerkennen lassen. Gerade in dieser Phase kann eine professionelle Anerkennungsberatung entscheidend sein. Denn das Verfahren ist komplex: Anforderungen müssen geklärt, Unterlagen zusammengestellt und die einzelnen Schritte sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Sich dabei allein zurechtzufinden, ist nicht immer einfach.

Dawod suchte deshalb Unterstützung beim Projekt „Fahrplan Anerkennung beruflicher Abschlüsse Plus II – FAbA+ II“. Dort fand er in der Senior-Beraterin Frau Iwona Bossert eine erfahrene Ansprechpartnerin, die ihn im Anerkennungsprozess und bei der Finanzierung seines Anpassungslehrgangs unterstützte.

Für die vollständige Anerkennung seiner Berufsqualifikation musste Dawod einen Anpassungslehrgang absolvieren. Ein Jahr lang besuchte er dafür eine Schule in Osnabrück, um die festgestellten Unterschiede zur deutschen Ausbildung auszugleichen und die erforderlichen Kenntnisse zu erwerben. 2026 wurde seine Berufsqualifikation in Deutschland vollständig anerkannt. Damit erhielt Dawod die notwendigen Unterlagen und konnte den nächsten wichtigen Schritt gehen: die Rückkehr in seinen erlernten Beruf.

Heute ist Dawod auf der Suche nach einer Stelle in einer Apotheke in der Nähe seines Wohnortes. Nun verfügt er über die Urkunde mit der deutschen Berufsbezeichnung PTA und kann sich offiziell als pharmazeutisch-technischer Assistent bewerben. „Wenn man die Anerkennung und alle Unterlagen hat, findet man auch eine Arbeit“, sagt Dawod.