Mit dem „Tag der offenen Tür“ fand im Projekt FAbA+ die letzte Veranstaltung des Jahres statt. Wir ziehen Bilanz und geben einen Überblick über unseren Beitrag in die Arbeit im Bereich der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in Deutschland.

Im Jahr 2025 arbeiteten die Beraterinnen von FAbA+, wie seit über 10 Jahren, weiter mit Menschen, für die die Anerkennung ihres Abschlusses eng mit beruflicher Perspektive, finanzieller Selbstständigkeit und Orientierung in einem neuen Lebensumfeld verbunden ist. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit wurde im Rahmen des Überregionalen Kompetenzzentrums zur Anerkennung ukrainischer Berufsabschlüsse umgesetzt, mit dem Schwerpunkt deutschlandweit ausgerichtete Hilfe den Geflüchteten aus der Ukraine.

Im Jahr 2025 führten wir 82 gruppenbasierte Online-Beratungen durch, so werden die Ratsuchende aus ganz Deutschland erreicht. Besonders häufig registrierten sich Teilnehmende aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Doch waren bei den Veranstaltungen alle Bundesländer vertreten – auch kleinere Städte und Regionen, in denen es keine spezialisierten Anerkennungsberatungsangebote vor Ort gibt und der persönliche Zugang zu Fachberatung eingeschränkt ist.

In Berlin führten wir 11 Gruppenberatungen für Personen mit ausländischem Hochschulabschluss sowie 4 Gruppenberatungen für Personen mit einem Abschluss der beruflichen Bildung durch. Die Präsenzformate sind insbesondere für Ratsuchende wichtig, die ein persönliches Gespräch suchen und konkrete Rückfragen im direkten Austausch klären möchten.

Insgesamt meldeten sich bei uns im Projekt oder registrierten sich für unsere Veranstaltungen im Jahr 2025 insgesamt etwa 8 681 Ratsuchende. Hinter jeder Anfrage steht ein individueller beruflicher Hintergrund und ein konkretes Informationsbedürfnis im Anerkennungsprozess, was unserer Arbeit einen besonderen Wert verleiht.

Die Mehrheit der Teilnehmenden an den Online-Beratungen waren Geflüchtete aus der Ukraine. Bei den Präsenzveranstaltungen war ihr Anteil geringer. Konstant zeigte sich deutlich, dass ein großer Teil der Ratsuchenden die Frauen waren. Für viele von ihnen ist die Anerkennung des eigenen Abschlusses ein wichtiger Schritt, um an früheren beruflichen Erfahrungen anknüpfen zu können.

Die Ratsuchenden brachten sehr unterschiedliche berufliche Hintergründe mit. Vertreten waren insbesondere Abschlüsse aus den Bereichen Wirtschaft, Management, Verwaltung und Recht, ebenso aus medizinischen Berufen, dem Lehramt, aus sozialen und pädagogischen Berufsfeldern sowie aus Ingenieur- und Architekturwesen. Diese Vielfalt verdeutlicht, dass Anerkennungsberatung individuelle Zugänge und passgenaue Informationen erfordert.

Neben den Beratungsformaten nahm das Projekt FAbA+ im Jahr 2025 an 14 Informations- und Bildungsveranstaltungen teil, die von Berliner Jobcentern, Bezirksverwaltungen und anderen Akteuren der Integrationsarbeit organisiert wurden. Da hatten die Mitarbeiterinnen des Projektes die Möglichkeit mit den Anerkennungsinteressenten in direkten Kontakt zu treten und über die weitere möglichen formale Schritte zu informieren, und somit frühzeitig in der beruflichen Orientierung zu helfen.