Im Café „Aviator“ ist der Saal voll. Fast alle Plätze sind besetzt: Club Dialog lädt zu einer Veranstaltung zum Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt ein. Aktuell gibt es bei Club Dialog gleich mehrere Projekte, die Menschen mit Migrationsgeschichte bei beruflicher Orientierung, Beratung und Arbeitsmarktintegration unterstützen. Auch die Beraterinnen des Projekts „Fahrplan Anerkennung beruflicher Abschlüsse Plus II” (FAbA+ II) sind regelmäßig dabei, wenn es um den Wiedereinstieg in die Arbeit und in den Beruf geht.

Denn jedes der Projekte hat seine Zielgruppe und die Schwerpunkte, einen besonderen Zugang und die Kommunikationskanäle. Zum richtigen Moment und am richtigen Ort zusammengebündelt wirken die Beratungs- und Hilfsangebote besonders effektiv und erreichen die Interessent*innen schnell und direkt.

Das Projekt „Frauenpower in Mitte“ – FiM begleitet speziell Frauen auf ihrem Weg, ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt zu finden: durch Berufs- und Lebenscoaching, durch Unterstützung und Erklärung, wie Bildungs- und Berufswelt funktionieren.

Das Projekt Bridge bietet geflüchteten Ukrainer*innen, die in Berlin leben, Beratung zu einem umfassenden Spektrum an Themen. Das können Alltagsfragen und Probleme sein, rechtliche Aspekte oder Fragen, die man sich bei der Arbeitssuche und insgesamt im Zuge der Integration in den deutschen Arbeitsmarkt stellt.

Das Angebot der zertifizierten Coachings- und Weiterbildungsmaßnahmen bietet die Möglichkeit, Unterstützung und Anleitung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt „aus einer Hand“ zu bekommen: mit Beratung, aktuellem Bildungszertifikat und Begleitung in den ersten Monaten der Arbeitsaufnahme.

In vielen Gesprächen bei den genannten Projekten taucht früher oder später dieselbe Frage auf: Was passiert mit der Ausbildung, dem Studium oder der Berufserfahrung, die Menschen nicht in Deutschland erworben haben? Für viele geht es dabei nicht nur um Dokumente. Es geht um die Möglichkeit, an eigene Berufs- und Lebenserfahrung anzuknüpfen, nicht „bei null“ anfangen zu müssen und den eigenen Weg im deutschen System besser zu verstehen.

Deshalb nehmen die Beraterinnen von FAbA+ II regelmäßig an Veranstaltungen der anderen arbeitsmarktorientierten Projekte von Club Dialog teil. Sie erklären, wann eine Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse notwendig ist, worin die Unterschiede bei der Anerkennung verschiedener Berufe liegen und welche Schritte einer qualifikationsgerechten Beschäftigung näherbringen können.

„Für die Ratsuchenden ist Anerkennung des Abschlusses oft kein isoliertes Thema, sondern Teil eines größeren Weges in Richtung qualifikationsadäquate Beschäftigung und Potenzialnutzung. Deshalb ist es uns wichtig, dort präsent zu sein, wo Menschen bereits Beratung erhalten, Fragen zum Arbeitsmarkt stellen und ihre beruflichen Möglichkeiten in Deutschland ausloten. Gleichzeitig arbeiten innerhalb von Club Dialog im Rahmen der Arbeitsgruppe Arbeitsmarktintegration die relevanten Projekte zusammen und stimmen ihre Aktivitäten und gegenseitige Unterstützung ab“, sagt Irina Nowodworskaja, Projektleiterin von FAbA+ II.

Diese enge Zusammenarbeit zwischen den Projekten von Club Dialog hilft den Teilnehmenden, Unterstützung nicht punktuell, sondern als „Hilfspaket“ zu erhalten: durch berufliche Orientierung, Beratung, Begleitung — und dazu einen verständlichen Einstieg in das Thema Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse.